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Fallbeobachtung Chronisches Müdigkeitssyndrom mit Verd.a. Fibromyalgie


26. August 2008

Die jetzt 54-jährige, seit 2006 berentete Ergotherapeutin hatte sich im November 2004 auf den Kanarischen Inseln eine Legionellenpneumonie zugezogen.

Mehrere anschließende stationäre Aufenthalte im Forschungsinstitut Borstel ergaben schlussendlich die Diagnosen CFS und Verd. a. FM. Klinikempfehlung: “Beobachtung des Spontanverlaufs”. Die andauernden Beschwerden waren geprägt von bleierner Müdigkeit, Antriebslosigkeit, subfebrilen Temperaturen, schwerer körperlicher Erschöpfbarkeit, Depression und skelettalen Schmerzen wechselnder Lokalisation.

Unsere Diagnostik bestand in der Bestimmung von: IgE und IgG4 Antikörpern gegen Lebensmittel und andere Antigene, Serumaminosäuren, Mikronährstoffen, Detoxifizierungspotential, Neurobalance-Profil, Hormonanalysen und schließlich Nitrostress: Nitro-Phenyl-Essigsäure und Citrullin waren normal; Methylmalonsäure im Urin dagegen auf den 10-fachen Normalwert erhöht.

Nach zahlreichen vergeblichen Therapieansätzen - u.a. mit Vitamin-C-Infusionen, Lebensmittelkarenzen, Psychopharmaka, Analgetika etc. - führte die Behandlung des Nitrostress mit Vitamin B12, Folsäure und Alpha-Liponsäure zu einer schlagartigen Normalisierung von Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Depression. Beobachtungszeitraum z. Zt. : 3 Monate. Eine im Januar 2008 begonnene Behandlung mit 60mg/die Q10 hatte bereits eine deutliche Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit erbracht.

Kommentare

5 Kommentare zu “Fallbeobachtung Chronisches Müdigkeitssyndrom mit Verd.a. Fibromyalgie”

  1. Fritz Schmidt

    Hallo.
    Ich habe seit gut 2 Jahren Symtome , die bisher kein Arzt richtig eingruppieren konnte, die nun aber , nach dem Lesen dieser Seiten und nach dem Hören des Vortrages von Dr. Kuklinskie für mich recht eindeutig auf nitrosativen Stress hinweisen. Kurz bevor die immer wieder auftretenden Beschwerden begannen, wurden bei mir 2 Vorfälle und 3 Vorwölbungen in der Halswirbelsäule per MRT diagnostiziert. In der Folge immer wieder , Schwindel, Kopfschmerzern, Brennen auf der Zunge und am ganzern Körper, die wirbelsäule hinab bis unter die Füße, Muskelschmerzen , Geschmacksströrungen, psychische Dekompensation. Untersuchungen auf Clamydien, Boreliose, Rheuma, Gicht, ………… Alles ohne Befund. Nun laß ich in einem Forum einen Hinweis, auf den Vortrag von Dr. Kuklinskie. Als ich den gehört hatte hatte ich wieder Hoffnung. Alles paßt zusammen .
    Ich bin mit den neuen Erkenntnissen zu meinem Hausarzt gegangen und mußte mir anhören, daß dieser von “nitrosativem Stress” bisher noch nichts gehört hat. Er wußte zwar , das NO im Körper gebildet wird, doch das dies mit einer instabilen Halswirbelsäule in Zusammenhang stehen kann, oder eben die meinigen Beschwerden hervorrufen kann, waren ihm unbekannt. Ist dieses Thema denn wirklich von so geringem Interesse , dass es nicht ausreichend in Ärztekreisen publiziert wird, oder sind ganz einfach viele Ärzte so stark eingespannt, dass für Weiterbildung keine Zeit bleibt ? Mein Neurologe hat allen Ernstes erzählt, daß man von der Halswirbelsäule keine Kopfschmerzen bekommen kann !!! Ein Wechsel des Neurologen scheiterte bisher daran, das es in Flensburg nur 5 Stück gibt, von denen einer so stark ausgelastet ist, dass er sich weigert weitere Patienten aufzunehemen. Bei den anderen sind Wartezeiten von 8 - 10 Wochen in Kauf zu nehmen.
    Wenn es mir schlecht geht, ich füchrterliche Kopfschmerzen mit Schwindel und Übelkeit habe, kann ich eine so lange Wartezeit nicht akzeptieren. Nun versuche ich ich selbst, mit Vitamin B Präparaten das Schlimmste zu verhindern. Doch wie sieht es rechtlich aus?? Habe ich als Versicherter nicht ein Anrecht auf dei Bezahlung der notwendigen Diagnostik und bei Befund auf die notwendige Behandlung ??? Wer maßt sich an, darüber zu entscheiden , was ein Patient erttragen muß , was er an hilfe bekommt, und was die Versicherung, in der er nicht freiwillig ist, bezahlt ??
    Es sind Meschen, die sich aus dieser “Solidargemeinschaft ” herausgemeldet haben, sie verdienen (durch Selbstbedieninung) so reichlich, das sie über der Bemessungsgrenze liegen.
    Demokratie ??? Sozialstatt ?? ….. Mein Streß wird nun psychischer Natur…. Ich höre auf…

  2. ralf.kirkamm

    Hallo Herr Schmidt,
    leider dauert es viele Jahre bis neue medizinische und wissenschaftliche Erkrenntnisse bekannt werden. Ein weiteres Problem ist die Trennung zwischen pharmazeutischen und wisenschaftlicher Medizin.
    Steht hinter neuen Erkenntnisse ein pharmazeutisches Produkt so sorgt die Marketingmaschinerie der pharmazeutischen Industrie sehr rasch für die Verbreitung neuer Erkenntnisse.
    Handelt es sich um wissenschaftliche Erkenntnisse die nicht patentierbar sind oder die nicht oder noch nicht von der gesetzlichen Kassen übernommen werden sieht es ganz übel aus.
    Die Entscheidung ob Kosten für eine Behandlung übernommen werden liegt bei einem Bewertungsausschuss - dies dauert aber Jahre - oder bei der Kulanz Ihrer Verssicherung.
    Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich die Unterlagen - Broschüre Nitrostress zum Beispiel - hinter herunterzuladen und Ihren Arzt zu bitten sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

    Gruß
    Dr. med. Ralf Kirkamm

  3. Berten Gabriela

    Hallo Herr Schmidt, ich kann ihre Gefühle gut nachvollziehen.

    Ich denke, aus eigener Erfahrung, dass Sie mit Dr. Kuklinski auf dem richtigen Weg sind. Er hat zudem ein Buch veröffentlicht: Das HWS-Trauma……Es zeigt auf, dass es einen Zusammenhang zwischen HWS Instabilitäten und u.A. CFS gibt…….Ich selbst hatte nach einem Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma Grad 1 und ein Schleudertrauma. In der Klinik wurde es bagatellisiert, sodass ich in Folge mit folgenden Symptomen zu kämpfen hatte: Burn-out Gefühl, Angst - Panikattacken, Wortfindungsstörungen, Orientierungsproblemen, Depressionen (behandelt mir Serotoninwiederaufnahmehemmer), Flatulenzen, Gewichtszunahme, Persönlichkeitsveränderungen, Tinnitus etc…Die Diagnose lautete: Posttraumatische Belastungsstörung…es kann aber auch eine beginnende Multiple Sklerose sein…..Ich informierte mich weiter und kam auf die Bedeutung des Atlas. Als lebenslang geplagte HWS Patientin ließ ich eine Atlaskorrektur durch Atlantotec machen…(es gibt noch eine Atlastherapie nach Arlen, oder Atlasprofilax, dauerte mir aber zu lange und war für mich nicht finanzierbar).…..die mich schlagartig von den Symptomen befreite…Die Antidepressiva habe ich 3 Wochen nach der Behandlung abgesetzt. …jetzt befinde ich mich gerade in der selbst auferlegten Therapie wie Physiotherapie, Entspannungstraining, Einnahme von Mikronährstoffen und Ernährungsumstellung: weitestgehend ohne Kohlenhydrate…..
    Viel Erfolg und lassen Sie sich nicht unterkriegen.

    Herzliche Grüße
    G. Berten

    Gabriela Berten

  4. Dr. Ralf Kirkamm

    Nicht nur HWS-Syndrom
    ich möchte gerne an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass das HWS-Syndrom - wie von Herrn Kollegen Kuklinsiki beschrieben - bei weitem nicht die häufigste Ursache für Nitrostress und die daraus resultierenden Multisystemerkrankungen wie CFS u.a. darstellt.

    Die häufigste Ursache sind chronisch entzündliche Prozesse die zur Bildung von Stickoxid-Metaboliten führen und die Atmungskette unterbinden. Diese Prozesse sind im eigentlichen Sinne physiologisch und treten auch bei sonst gesunden Personen im Rahmen eines Infektgeschehens auf. (Denken Sie nur an die Symptome bei einem schwerem grippalem Infekt).
    Beim gesunden Menschen normalisieren sich diese Beschwerden, bei einigen Menschen verselbstständigen sich diese biochemischen Prozesse und führen zur chronischen Erkrankung.
    Unser biochemisches Verständnis dieser Vorgänge ist mittlerweile so tief und die labormedizinischen Messmöglichkeiten so gut, dass wir diese Multisystemerkrankungen klar diagnostizieren und auch therapeutische und wirksame Maßnahmen ableiten könnnen.

  5. Corin Koppeel

    Hallo,

    ich leide seit sage und schreibe 36 Jahren an den Nitrostress-Auswirkungen. Angefangen hat es mit ca. 7 Jahren mit einer vermutlichen Borellien oder Ebstein-Bar-Virusinfektion. Heute weis ich das ich beide irgendwann mal hatte. Chron. Müdigkeit, Schlaflosigkeit, tägl. massiven Kopfschmerzen, Hormonproblemen, Depressionen, Angstzuständen, Geruchs-, Geschmacks- und Sehstörungen, Orientierungsproblemen, Denk- und Konzentrationsproblemen, sehr hoher Ruhepuls und noch viele andere Symptone haben mein bisheriges “Dahinwegetieren” bestimmt. Die Ärzte, bei denen ich im laufe meines Lebens war, wollten mich alle in die Psychatrie schicken. Vor ca. 20Jahren bekam ich eine Bluttransfusion (kein Eisen, Hb 4,8). Und von einem Tag auf den Anderen fehlte mir nichts mehr. Aufeinmal war ich nicht mehr psychisch Kank. Ich konnte das nie verstehen. Leider fingen ein halbes Jahr später die Symptome schleichend wieder an. Daher war ich seitdem immer auf der Suche was bei mir im Blut/Körper biochem. nicht stimmt. Seit kurzen habe ich einen neuen Heilpraktiker und er hat mir hochdosiert Mineralstoff- und Spurenelemente empfohlen. Seit einem Monat schlafe ich endlich wieder. Was sollte/kann/muß ich noch tuhen um den Auswirkungen des Nitrostresses entgegenzuwirken und damit die Chance auf ein lebenswertes Leben zu bekommen.
    Ich muß aus eigener Erfahrung und Frustration dem Herrn Schmidt vollkommen recht geben. Ich kann auch nicht verstehen warum Ärzte, obwohl man Ihnen immer wieder die Geschichte mit der Bluttransfusion erzählt, einen immer nur Psychisch abstempeln. Haben Ärzte denn nicht auch beim Studion etwas über Biochemie des menschl. Körpers gelernt oder sind wir Patienten und damit auch Ärzte nur dafür da für die Pharmaindustrie den Gewinn zu erwirtschaften.
    Außerdem hatte ich mein Leben lang das Problem, das ohne genaue Diagnose auch weder eine Erwerbsunfähigkeitsrente oder etwas wovon ich meinen Lebensunterhalt bestreiten konnte ausgestellt wurde. Arbeiten konnte ich aber nicht. Wie stellt man es also an zu Geld und zu seinem Recht zu kommen?

    Vielen Dank!
    C. Koppeel

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